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Das Schwäbische Donaumoos

Das Schwäbische Donaumoos liegt östlich von Ulm zwischen Langenau und Gundelfingen. Die Donau schuf in der Ebene zwischen Schwäbischer Alb und den Iller-Lech-Schotterplatten nach der Eiszeit mit den Ablagerungen aus Flusskiesen und Auelehm die Voraussetzungen zur Bildung des Niedermoores. Die noch bis vier Meter dicke Torfschicht bedeckt ca. 4.000 Hektar. 

Über Jahrtausende formte die "wilde" Donau eine vielgestaltige Auenlandschaft mit Kiesbänken, Steilufern, Altarmen, ausgedehnten Auwäldern und Mooren, die zum Teil mehrmals im Jahr von Hochwasser überflutet wurden. 

Im 19. Jahrundert begann die Urbarmachung, Kultivierung und wirtschaftliche Nutzung des Schwäbischen Donaumooses mit technischen Maßnahmen: Flussbegradigung und Staustufenbau, Bau eines Entwässerungsgrabennetzes, Trinkwassergewinnung, Kiesentnahme. Ab Mitte des 20. Jahunderts wurden die letzten naturnahen Teilräume als Natruschutzgebiete ausgewiesen. Die Anerkennung unserer Auwälder und Niedermoore als Feuchtgebiet internationaler Bedeutung nach der Ramsar-Konvention im Jahr 1976 war ein zukunftsweisender Schritt. 

Die trotzdem fortschreitende Verschlechterung der Lebensbedingungen für die Tiere und Pflanzen gab in den 1980er Jahren den Anstoß für weitergehende Entwicklungs-bemühungen. Das Schwäbische Donaumoos wird nun in Teilräume mit spezifischen fachlichen Aufgabenschwer-punkten gegliedert. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Wieder-vernässung des Niedermoores als Kernbereich um die Naturschutzgebiete, den letzten Rückzugsgebieten für viele seltene Tier- und Pflanzenarten. 

1990 wurde die Arbeitgemeinschaft Schwäbisches Donaumoos gegründet. Sie ist als Landschaftspflegeverband ein Zusammenschluss von Kommunalpolitikern, der Bauernschaft und Naturschützern zur Umsetzung von Naturschutz und Landschafts-pflege und zum Erhalt der Kulturlandschaft. 

Mehr über das Schwäbische Donaumoos gibt es in einer Dauerausstellung des mooseum - Forum Schwäbisches Donautal.

Linde am Leipheimer Stadtrand

Leipheimer Linde vor dem SicherungsschnittKönnte die Leipheimer Linde am Stadtrand in Richtung Bubesheim erzählen, so wüsste sie einiges zu berichten. Auf rund 600 Jahre wird der Baum geschätzt. Die erste Erwähung einer Linde bei Leipheim findet sich in einer Kaufurkunde zwischen Graf Urlich von Württemberg und der freien Reichsstadt Ulm. Seit 1675 ist die Gemarkungsbe-zeichnung "Auf der Linden" im Stadtbuch von Leipheim zu finden.

Doch die Jahrhunderte sind an der Leipheimer Linde nicht spurlos vorrübergegangen. Vorallem die jüngste Vergangenheit setzte dem Baum zu. So überstand die Linde zwar im Jahr 1979 einen Brand, doch der Jahrundertorkan "Lothar", im Dezember 1999, hinterließ einen mehrere Meter langen schmalen Riss im Stamm. In den vergangenen Jahre investierte die Stadt Leipheim immer wieder in die Sanierung des Baumes, um ihn als Naturdenkmal zu erhalten. Im November 2007 konnte nur noch ein radikaler Sicherrungsschnitt den Baum erhalten. Unter Aufsicht von Falk Dolze, öffentlich besteller und vereidigter Sachverständiger für Baumpflege und Baumstatik wurde die Leipheimer Linde von vormals 30 Meter (Foto oben) auf acht Meter Höhe zurückgeschnitten. "Die Krone ist weg, doch der Torso bleibt erhalten. Und nächstes Jahr treibt die Linde wieder frisch aus", sagte Falk Dolze nach getaner Arbeit. Und er behielt recht: was im ersten Moment für viele Leipheimer ein schmerhafter Anblick war, ist inzwischen auf dem besten Wege zu verheilen, auch wenn der Baum natürlich nicht mehr so eindrucksvoll ist wie zuvor. Dies war aber die einzige Möglichkeit, dem Baum noch einige weitere Lebensjahre zu schenken.